UX Playbook: Teil 3 – call-to-action und form optimization

Da das UX Playbook Healthcare ausführlich und somit lang ist, gab es inzwischen schon zwei Beiträge zu diesem Thema. Während es im zweiten Teil um die Suchfunktion und die Location geht, befasst sich dieser dritte und letzte Teil der Serie zum UX Playbook von Google mit call-to-actions. Zusätzlich finden Sie Tipps zur form optimization, um beispielsweise eine erhöhte Fehlerquote bei Eingaben von Usern zu vermeiden.

call-to-action

Die Tipps zu den CTAs zählen zu den leichter umzusetzenden Ratschlägen des UX Playbooks von Google. Beachten Sie bei den call-to-action-Buttons folgende drei Punkte:

  1. relevante CTAs priorisieren und klar vom Rest abheben:
    Eine Priorisierung der wichtigen CTAs soll den User gezielt erreichen, anstatt ihn mit einer wahllosen Verwendung von CTAs zu überfluten. Für die Gestaltung der CTAs eignet sich am besten die Kontrastfarbe zum restlichen Screendesign, so stechen sie gut heraus.
  2. “easy-to-click-on” CTA Design:
    Gestalten Sie den CTA so, dass der Benutzer sofort sieht, wo er klicken muss beziehungsweise ob es überhaupt eine Klickfunktion an der Stelle gibt.
  3. nutzenorientierte Formulierungen der CTAs:
    Die Value Proposition, also das Nutzerversprechen, sollte im CTA schon formuliert sein. Also wenn der CTA zu einem Kauf hinführt, dann kann dies auch direkt verdeutlicht werden (zum Beispiel: „Produkt jetzt kaufen“). Grundsätzlich sollten Texter zu allgemeine Beschreibungen vermeiden.

form optimization

Hier geht es um Umfragen und Formulare, also Felder, die von den Nutzern ausgefüllt werden. Google gibt auch zu diesem Thema Ratschläge – fünf Stück an der Zahl. Sie sind maßgeschneidert auf die mobile Nutzung einer Seite.

Einfache und schnelle Dateneingabe ermöglichen
  1. So wenige Eingabefelder wie möglich:
    Laut Google ist die Conversion Rate höher, wenn es nur ein Eingabefeld gibt. Dies lässt sich zum Beispiel gut beim Namensfeld umsetzen: einfach nur ein Feld für den kompletten Namen verwenden, anstatt für Vor- und Nachnamen getrennt. Oder die Hausnummer direkt hinter die Straße schreiben, anstatt in eine extra anklickbare Spalte.
  2. Eingabefelder benennen und erklären:
    Das Eingabefeld beispielsweise mit „Körpergröße“ betiteln und dann noch erklären, dass der User die Größe in Zentimeter angeben soll.
  3. Social-Media-Login anbieten:
    Mehr User nutzen die Möglichkeit, sich mit einem Social-Media-Account anzumelden, als extra noch einmal Zugangsdaten für eine Neuregistrierung anzulegen.
  4. Autovervollständigung anbieten:
    Bei immer wiederkehrenden Daten wie zum Beispiel bei Namen, Wohnadressen oder Mailadressen, ist die Option der Autovervollständigung möglich. Dadurch werden zum einen potenzielle Eingabefehler vermieden, zum anderen ist es eine Zeitersparnis für den Nutzer.
Fehlerquote verringern
  • Echtzeit-Überprüfung verwenden:
    Werden Daten fehlerhaft eingegeben oder Felder zum Ausfüllen vergessen, sollte das dem Nutzer sofort (am besten rot) markiert werden.
  • Attribute hinterlegen:
    Ein weiterer Lösungsvorschlag wäre, zusätzlich Attribute zu hinterlegen. Dies geht beispielsweise durch eine vorgegebene maximale oder minimale Zeichenanzahl oder durch die Vorgabe, dass das Datum nur mit Zahlen eingegeben werden kann.
  • Adresseingabe durch ZIP-Code:
    Sobald eine Adresse eingegeben werden soll, ist die Verwendung des ZIP-Codes sinnvoll. Dadurch muss nur die Postleitzahl eingetippt werden und Stadt, Bundesland und Land erscheinen von selbst. Zudem kann auch die Autovervollständigung des Standorts von Google genutzt werden.
  • richtiges Tasten- und Auswahlfeld hinterlegen:
    Ein automatisches Öffnen des Zahlenfelds bei Eingabe der Telefonnummer oder des Geburtsdatums sowie die Darstellung des Kalenders bei Terminvereinbarungen erleichtert dem User das Handling und dient der Fehlervermeidung.
Verständliche Nutzernavigation
  1. einzelne Schritte benennen:
    Benennen Sie die einzelnen Schritte deutlich und klar, somit erleichtern Sie dem User die Handhabung.
  2. progress bar / Statusbalken anzeigen:
    Sinnvoll ist auch, durch eine genaue Anzeige darstellen zu lassen, wie weit die Umfrage schon fortgeschritten ist beziehungsweise wie viele Schritte noch folgen (zum Beispiel „Seite 3 von 25“).
  3. progress bar nicht bei 0 beginnen:
    Der Balken und somit die Zählung der Seiten sollten nie bei Null beginnen, sondern immer bei Seite Eins.
  4. Option zum Vor- und Zurückklicken:
    Es soll dem Nutzer beim Ausfüllen erlaubt sein, vor- und zurück zu “blättern”, ohne die vorherigen Eingaben und Daten zu verlieren.
Vertrauen gewinnen
  • Vertrauen kann durch Trust Elemente erzeugt werden.
  • Sicherheitszertifikate sind besonders wichtig für Benutzer, wenn es um ihre persönlichen (Gesundheits-)Daten geht.
  • Beim Abfragen von persönlichen Nutzerdaten, am besten erklären, wofür die Daten benötigt werden (zum Beispiel mithilfe eines Infobuttons oder eines CTA „Warum fragen wir?“).
Kreativität
Zudem können Umfragen kreativer gestaltet werden. Dafür bieten sich kecke Überschriften oder ein interaktives Schaubild an, bei dem der User auf einer dargestellten menschlichen Silhouette auf das für ihn interessante Körperteil klicken kann, um Informationen zu erhalten.

Wissen vertiefen: Sie möchten noch umfassender in das Thema eintauchen? Dann finden Sie hier das Google UX Playbook Healthcare.